Die Zeiten, in denen Vegetarier häufig belächelt wurden, scheinen vorüber zu sein. Ihr einstiges negatives Image der asketischen Körneresser und moralisierenden Gutmenschen hat sich gewandelt zu dem einer attraktiven Bevölkerungsgruppe mit hohen Ansprüchen an Gesundheit, Ethik und Genuss. Die Zahl der Vegetarier steigt kontinuierlich, erst recht, seit sich herumgesprochen hat, dass viele vegetarische Rezepte eine kulinarische Offenbarung sind und alles andere als langweilig.

Leben Vegetarier gesünder?

Tatsächlich ist bei Vegetariern im Durchschnitt ein besserer Gesundheitszustand festzustellen. Allein auf vegetarische Ernährung lässt sich dieser jedoch nicht zurückführen. Wer vegetarische Rezepte bevorzugt, lebt fast immer auch sonst gesundheitsbewusst. Vegetarier konsumieren selten Alkohol oder Tabak und bewegen sich mehr körperlich bis hin zum Sport. So sind fehlernährungsbedingte Krankheiten wie beispielsweise Bluthochdruck, Übergewicht oder Diabetes kaum bei ihnen anzutreffen. Dennoch müssen auch vegetarische Rezepte ausgewogen zubereitet werden, um einer körperlichen Mangelsituation vorzubeugen.

Formen vegetarischer Ernährung

Unter Vegetariern gibt es verschiedene Ausrichtungen: Veganer verzichten komplett auf alle Produkte tierischer Herkunft, Lakto-Vegetarier nehmen Molkereiprodukte zu sich und Ovo-Lakto-Vegetarier Molkereiprodukte und Eier, sie verzichten lediglich auf Fleisch und Fisch. Je weniger tierische Produkte verzehrt werden, desto größer ist die Gefahr für Lücken in der Nährstoffzufuhr.

Der optimale vegetarische Speiseplan

Gerade bei einer vegetarischen Ernährung bekommt die Verwendung möglichst frischer Zutaten einen besonders hohen Stellenwert. Da Erhitzen viele Vitamine zerstört, sollten vegetarische Rezepte auf Rohkostbasis ausreichend berücksichtigt werden. Aufgrund der fleischlosen Ernährung droht Vegetariern eine Eiweißunterversorgung. Dieser können sie leicht mit Hülsenfrüchten, Nüssen und Pilzen entgegenwirken, wozu viele verführerische vegetarische Rezepte existieren. Für eine genügende Mineralstoffzufuhr eignen sich besonders Vollkornprodukte und Sprossen. Jodiertes Speisesalz und essenzielle Fettsäuren enthaltende Speiseöle wie Raps- und Olivenöl sollten ihren Stammplatz im vegetarischen Haushalt haben.

Ein chronisches Unterversorgungsrisiko haben Vegetarier bei Eisen, Kalzium, Zink und Vitamin B 12. Es ist ratsam, gelegentlich den Status medizinisch überprüfen zu lassen. Gegebenenfalls kann ein Mangel durch pharmazeutische Präparate ausgeglichen werden.